Allgemeine Geschäftsbedingungen
Allgemeiner Teil
Die Bestimmungen dieses Teils gelten für alle Leistungen der Waterglass FlexCo. Für Waterglass Waves gilt zusätzlich der Besondere Teil ab § 17, der diesem Teil bei Widersprüchen vorgeht.
§ 1 Geltungsbereich und Vertragspartner
Diese Allgemeinen Geschäftsbedingungen gelten ausschließlich für Geschäftsbeziehungen zwischen der Waterglass FlexCo (nachfolgend „Auftragnehmer“) und Geschäftskunden (nachfolgend „Auftraggeber“) im Rahmen von IT-Dienstleistungen, insbesondere KI-basierten Lösungen, Softwareentwicklung und Unternehmensberatung, sowie für die Bereitstellung der Plattform Waterglass Waves, wenn zwischen den Parteien keine anderen Bedingungen vereinbart wurden. Vertragspartner: Waterglass FlexCo (Wien, Österreich). E-Mail: hi@waterglass.ai.
Der Allgemeine Teil gilt für alle Leistungen. Für Waterglass Waves gilt zusätzlich der Besondere Teil ab § 17, der bei Widersprüchen vorgeht. § 6, § 8 und § 15 finden auf Waves keine Anwendung. An ihre Stelle treten § 20 und § 24. Die Preise richten sich nach § 5 Abs. 2 und § 19.
Waterglass Waves wird ausschließlich Unternehmern im Sinne des § 1 UGB zur Nutzung im Rahmen ihrer unternehmerischen Tätigkeit angeboten. Ein Vertrag mit Verbrauchern im Sinne des Konsumentenschutzgesetzes kommt nicht zustande. Mit der Registrierung bestätigt der Auftraggeber, dass er als Unternehmer handelt.
§ 2 Vertragsschluss
Unsere Angebote sind freibleibend und unverbindlich. Der Vertrag kommt durch unsere schriftliche Auftragsbestätigung oder durch Beginn der Leistungserbringung zustande. Vertragsänderungen bedürfen der Schriftform, mündliche Nebenabreden sind unwirksam.
Bei Waterglass Waves kommt der Vertrag mit der Registrierung eines Kontos und der Annahme dieser Bedingungen zustande. Ein kostenpflichtiger Tarif kommt mit dem Abschluss des Bezahlvorgangs zustande. Näheres regelt der Besondere Teil ab § 17.
§ 3 Leistungsumfang
Wir erbringen IT-Dienstleistungen, insbesondere Entwicklung und Implementierung von KI-Lösungen, Softwareentwicklung und -anpassung, Unternehmensberatung und Strategieentwicklung sowie Wartung und Support. Der konkrete Leistungsumfang ergibt sich aus der jeweiligen Projektbeschreibung oder dem Angebot. Darüber hinaus betreiben wir die Plattform Waterglass Waves, mit der der Auftraggeber eigene KI-Agenten definieren und in isolierten Ausführungsumgebungen betreiben kann. Der Leistungsumfang von Waves ergibt sich aus § 17 und der jeweils aktuellen Produktbeschreibung. Bei KI-basierten Dienstleistungen werden alle KI-Interaktionen als solche gekennzeichnet. KI-Systeme können unvollständige, ungenaue oder voreingenommene Ergebnisse liefern. Der Auftraggeber ist verpflichtet, KI-generierte Inhalte zu überprüfen und eigenverantwortlich zu bewerten.
§ 4 Mitwirkungspflichten des Auftraggebers
Der Auftraggeber ist verpflichtet, alle erforderlichen Informationen und Unterlagen rechtzeitig zur Verfügung zu stellen, Ansprechpartner zu benennen und deren Erreichbarkeit sicherzustellen, notwendige Freigaben und Entscheidungen zeitnah zu treffen sowie Testphasen und Abnahmen termingerecht durchzuführen. Bei Verzögerungen durch mangelnde Mitwirkung können wir Mehraufwand nach Aufwand berechnen, Terminverschiebungen vornehmen und bei erheblichen Verzögerungen vom Vertrag zurücktreten.
§ 5 Preise und Zahlungsbedingungen
Die Preise werden individuell vereinbart und verstehen sich netto zuzüglich der gesetzlichen Umsatzsteuer. Rechnungen sind innerhalb von 14 Tagen nach Erhalt ohne Abzug zu begleichen. Bei Zahlungsverzug werden Verzugszinsen in Höhe von 9,2 Prozentpunkten über dem Basiszinssatz der EZB berechnet. Wir sind berechtigt, Vorauszahlungen oder Sicherheitsleistungen zu verlangen. Mehraufwand durch Änderungswünsche, mangelnde Mitwirkung oder nachträgliche Anforderungen wird gesondert in Rechnung gestellt.
Für Waterglass Waves gelten abweichend von Absatz 1 die auf der Produktseite veröffentlichten Listenpreise. Einzelheiten zu Tarifen, Guthaben, Zahlung und Umsatzsteuer regelt § 19.
§ 6 Lieferung und Leistungszeit
Liefertermine sind nur dann verbindlich, wenn sie ausdrücklich schriftlich als verbindlich bezeichnet wurden. Bei unvorhersehbaren Ereignissen wie höhere Gewalt, Streik, Betriebsstörungen oder behördlichen Maßnahmen verlängern sich Lieferzeiten angemessen.
§ 7 Urheberrecht und Eigentumsvorbehalt
Alle von uns erstellten Werke wie Software, Designs, Konzepte und Dokumentationen unterliegen dem Urheberrecht und bleiben unser geistiges Eigentum, außer es wurden andere Vereinbarungen getroffen. Sämtliche Werke bleiben bis zur vollständigen Bezahlung aller Forderungen Eigentum der Waterglass FlexCo. Der Auftraggeber erhält erst nach vollständiger Begleichung sämtlicher Rechnungen die vereinbarten Nutzungsrechte. Bis zur vollständigen Zahlung ist jede Nutzung, Veröffentlichung oder Weitergabe ohne unsere ausdrückliche schriftliche Zustimmung untersagt. Bei Zahlungsverzug oder Zahlungsausfall sind wir berechtigt, die Herausgabe bzw. Freischaltung von Werken zu verweigern, bereits übertragene Werke zu sperren, Hosting, Domains oder Zugänge zu deaktivieren sowie Quellcode und Dokumentationen zurückzuhalten. Nicht ausdrücklich übertragene Rechte verbleiben bei uns. Bei Verwendung von Drittanbieter-Software gelten deren Lizenzbedingungen.
§ 8 Gewährleistung
Die Gewährleistungsfrist beträgt 12 Monate ab Abnahme bzw. Lieferung. Mängel sind unverzüglich nach Entdeckung schriftlich anzuzeigen (§ 377 UGB). Bei Mängeln haben wir das Recht zur Nacherfüllung durch Nachbesserung oder Neulieferung nach unserer Wahl. Die Gewährleistung ist ausgeschlossen bei unsachgemäßer Verwendung oder Bedienung, eigenmächtigen Änderungen durch den Auftraggeber, normaler Abnutzung sowie Verwendung nicht vereinbarter Betriebsumgebungen.
§ 9 Allgemeine Haftung
Unsere Haftung ist wie folgt beschränkt: Bei leichter Fahrlässigkeit haften wir nur für Schäden aus der Verletzung wesentlicher Vertragspflichten. Die Haftung für mittelbare Schäden, Folgeschäden, entgangenen Gewinn und Datenverlust ist ausgeschlossen. Unsere Gesamthaftung ist auf die Höhe des Auftragswerts, maximal jedoch auf €10.000 pro Schadensereignis begrenzt. Ausgeschlossen ist die Haftung für Vorsatz und grobe Fahrlässigkeit unserer Erfüllungsgehilfen, Personenschäden, Schäden nach dem Produkthaftungsgesetz sowie Schäden bei zwingender gesetzlicher Haftung.
§ 10 Spezielle Haftung für KI-Services
Für KI-basierte Dienstleistungen gelten zusätzliche Haftungsausschlüsse: KI-generierte Inhalte können ungenau, unvollständig oder irreführend sein. Wir übernehmen keine Gewähr für die Richtigkeit von KI-generierten Informationen. KI-Systeme können voreingenommene oder diskriminierende Ergebnisse liefern. Für durch KI-generierte Inhalte übernommene Urheberrechtsverletzungen wird keine Haftung übernommen. KI-Entscheidungsprozesse sind aufgrund ihres Charakters nicht immer vollständig nachvollziehbar. KI-Systeme entwickeln sich kontinuierlich weiter und können unerwartete oder ungeeignete Ergebnisse liefern. Der Auftraggeber ist dafür verantwortlich, KI-generierte Inhalte eigenständig zu überprüfen, eigene Entscheidungen zu treffen, rechtliche und fachliche Beratung einzuholen und KI-Ergebnisse nicht unreflektiert zu übernehmen.
§ 11 IT-spezifische Haftungsausschlüsse
Wir übernehmen keine Haftung für Hacker-Angriffe, Malware oder andere Cyber-Bedrohungen auf vom Auftraggeber betriebene Systeme, Datenverluste durch Drittanbieter-Services oder Cloud-Provider, Sicherheitslücken in Drittsoftware oder Open-Source-Komponenten sowie Schäden durch unzureichende IT-Sicherheitsmaßnahmen beim Auftraggeber.
Ausgeschlossen ist die Haftung für Ausfälle oder Änderungen von Drittanbieter-APIs wie Google, Meta oder OpenAI, für Ausfälle, Änderungen, Qualitätsschwankungen oder die Einstellung von Modellen der Anbieter, die der Auftraggeber in Waterglass Waves auswählt, Funktionsänderungen oder Einstellung von externen Services, Lizenzgebühren oder Kostensteigerungen bei Drittanbietern sowie Kompatibilitätsprobleme durch Updates von Drittsystemen.
Keine Haftung besteht für Internetausfälle oder -störungen, Hosting-Provider-Ausfälle oder Serverprobleme, Domain- oder SSL-Zertifikat-Probleme, E-Mail-Zustellungsprobleme oder Spam-Filter, Darstellungsprobleme in veralteten Browsern (älter als 2 Jahre), Funktionseinschränkungen auf nicht getesteten Geräten sowie Performance-Unterschiede zwischen verschiedenen Hardware-Konfigurationen.
Es besteht keine Gewähr für die Einhaltung branchenspezifischer Regulierungen (außer explizit vereinbart), Compliance mit sich ändernden Gesetzen nach Projektabschluss, Rechtmäßigkeit von Kundendaten oder -inhalten sowie Barrierefreiheit nach WCAG-Standards (außer explizit beauftragt).
Ausgeschlossen ist die Haftung für Google-Ranking-Veränderungen oder Algorithmus-Updates, Social Media-Reichweite oder Engagement-Raten, Conversion-Rates oder Marketing-ROI sowie Suchmaschinen-Penalties oder -Ausschlüsse.
§ 12 Force Majeure und unvorhersehbare Ereignisse
Wir sind von der Leistungspflicht befreit bei Naturkatastrophen, Pandemien, behördlichen Anordnungen, Streiks, Aussperrungen, Arbeitskämpfen, Krieg, Terrorismus, politischen Unruhen sowie Cyber-Angriffen auf kritische Infrastruktur.
Befreiung von Leistungspflichten besteht auch bei großflächigen Internet- oder Stromausfällen, Ausfall von Kerninfrastruktur wie AWS, Google Cloud oder Microsoft Azure, Ausfall des Rechenzentrums, in dem Waterglass Waves betrieben wird, oder der Schnittstellen der eingesetzten KI-Modellanbieter, massiven DDoS-Angriffen auf Internetbackbone sowie behördlicher Sperrung von kritischen Online-Services.
Bei grundlegenden Änderungen der DSGVO oder anderer Datenschutzgesetze, neuen EU-Verordnungen zu KI oder digitalen Services, wesentlichen Änderungen der Urheberrechts-Bestimmungen sowie Plattform-Policy-Änderungen mit rechtlichen Auswirkungen behalten wir uns Vertragsanpassungen vor.
§ 13 Datenschutz
Wir verarbeiten personenbezogene Daten ausschließlich nach den Bestimmungen der DSGVO und des österreichischen Datenschutzgesetzes. Bei der Verarbeitung personenbezogener Daten im Kundenauftrag schließen wir einen separaten Auftragsverarbeitungsvertrag (AVV) ab. Bei der Bereitstellung von KI-Services werden Daten nach Möglichkeit und in Absprache mit dem Auftraggeber pseudonymisiert und verschlüsselt verarbeitet. Wir gewährleisten die Betroffenenrechte gemäß DSGVO und führen bei risikoreichen Verarbeitungen eine Datenschutz-Folgenabschätzung durch. Für Inhalte, die der Auftraggeber in Waterglass Waves verarbeitet, handeln wir als Auftragsverarbeiter. Die Einzelheiten regelt § 25, und die eingesetzten Unterauftragsverarbeiter sind veröffentlicht.
§ 14 Vertraulichkeit
Beide Parteien verpflichten sich, vertrauliche Informationen nicht an Dritte weiterzugeben und nur für die Vertragserfüllung zu verwenden. Die Vertraulichkeitsverpflichtung besteht auch nach Vertragsende für 24 Monate fort.
§ 15 Kündigung und Projektabbruch
Dauerschuldverhältnisse können mit einer Frist von 1 Monat zum Monatsende gekündigt werden. Das Recht zur außerordentlichen Kündigung aus wichtigem Grund bleibt unberührt. Bei Kündigung werden bereits erbrachte Leistungen abgerechnet und Arbeitsergebnisse gegen Zahlung herausgegeben. Im Falle eines Projektabbruchs durch den Auftraggeber werden alle bis zum Zeitpunkt des Abbruchs erbrachten Leistungen vollständig vergütet. Zusätzlich sind 50% der noch ausstehenden Vertragssumme als Ausfallentschädigung zu zahlen. Bereits beschaffte Lizenzen oder Services werden dem Auftraggeber in Rechnung gestellt. Der Auftraggeber behält nur Rechte an vollständig bezahlten Leistungen.
§ 16 Schlussbestimmungen
Es gilt ausschließlich österreichisches Recht unter Ausschluss des UN-Kaufrechts. Ausschließlicher Gerichtsstand für alle Streitigkeiten aus oder im Zusammenhang mit diesem Vertrag ist Wien, Österreich. Sollten einzelne Bestimmungen unwirksam sein, bleibt die Wirksamkeit der übrigen Bestimmungen unberührt. Änderungen dieser AGB werden dem Auftraggeber rechtzeitig mitgeteilt und gelten als genehmigt, wenn nicht binnen 2 Wochen widersprochen wird.
Besonderer Teil: Waterglass Waves (Software as a Service)
Die folgenden Bestimmungen gelten ausschließlich für die Nutzung der Plattform Waterglass Waves (nachfolgend „Waves“). Sie ergänzen den vorstehenden Allgemeinen Teil und gehen ihm bei Widersprüchen vor. § 6, § 8 und § 15 finden auf Waves keine Anwendung. An ihre Stelle treten § 20 und § 24. Die Preise richten sich nach § 5 Abs. 2 und § 19.
§ 17 Vertragsgegenstand und Nutzungsrechte
Gegenstand ist die Bereitstellung von Waves als Software-as-a-Service über das Internet für die Dauer des Vertrags. Eine Überlassung der Software, eine Installation beim Auftraggeber oder eine Herausgabe von Quellcode ist nicht geschuldet. Der Auftraggeber erhält für die Vertragsdauer ein einfaches, nicht übertragbares Recht, Waves im Rahmen dieser Bedingungen für eigene unternehmerische Zwecke zu nutzen. Inhalte, Daten und Arbeitsergebnisse des Auftraggebers bleiben seine. Wir erhalten daran nur die Rechte, die zur Erbringung der Leistung erforderlich sind. Wir verwenden Inhalte des Auftraggebers nicht, um KI-Modelle zu trainieren oder nachzutrainieren. Das gilt nicht, soweit der Auftraggeber eine solche Leistung ausdrücklich beauftragt, insbesondere die Destillation oder das Nachtrainieren eines Modells auf seinen eigenen Inhalten. Umfang, Vergütung und die Rechte am Ergebnis ergeben sich aus der Einzelvereinbarung. Ein solches Modell wird ausschließlich auf Inhalten des beauftragenden Auftraggebers trainiert.
§ 18 Konto, Organisation und Zugangsdaten
Die Nutzung setzt ein Konto voraus, das genau einer Organisation zugeordnet ist. Der Auftraggeber ist für alle Handlungen verantwortlich, die über seine Organisation, seine Benutzerkonten und seine API-Schlüssel erfolgen. API-Schlüssel werden bei der Erstellung einmalig angezeigt und sind geheim zu halten. Der Auftraggeber hält den Kreis der zugriffsberechtigten Personen aktuell und widerruft Schlüssel, die er nicht mehr benötigt oder deren Inhaber nicht mehr zugriffsberechtigt sein soll. Für Benutzerkonten steht eine Zwei-Faktor-Authentifizierung zur Verfügung, deren Aktivierung wir empfehlen. Den Verlust oder den Missbrauch von Zugangsdaten hat der Auftraggeber unverzüglich zu melden.
§ 19 Tarife, Guthaben, Zahlung und Umsatzsteuer
Es gelten die auf der Produktseite veröffentlichten Listenpreise in ihrer jeweils aktuellen Fassung. Welche Tarife bestehen, welches monatliche Guthaben ein Tarif enthält und welche Guthabenpakete erworben werden können, ergibt sich aus der dortigen Preisübersicht. Selbstbedienungstarife werden monatlich im Voraus über unseren Zahlungsdienstleister abgerechnet. Die übrigen Tarife werden gesondert vereinbart und in Rechnung gestellt.
Alle Preise verstehen sich netto. Die gesetzliche Umsatzsteuer wird beim Bezahlvorgang auf Grundlage der dort angegebenen Rechnungsadresse hinzugerechnet. Unternehmen aus anderen Mitgliedstaaten der Europäischen Union können eine gültige Umsatzsteuer-Identifikationsnummer angeben und werden dann im Reverse-Charge-Verfahren abgerechnet. Für Auftraggeber mit Sitz in Österreich fällt die österreichische Umsatzsteuer auch bei Angabe einer UID an.
Die Nutzung der KI-Modelle wird verbrauchsabhängig gegen Guthaben abgerechnet. Guthaben kann in den in der Preisübersicht genannten Paketen erworben werden und setzt einen aktiven Tarif voraus. Gutgeschrieben wird jeweils der Nettobetrag. Die Umsatzsteuer wird für den Staat eingehoben und ist nicht Teil des Guthabens. Erworbenes Guthaben verfällt nicht. Unentgeltlich gewährtes Guthaben, insbesondere ein Startguthaben und das im Tarif enthaltene monatliche Guthaben, ist befristet und verfällt nach Ablauf der jeweils angegebenen Frist. Es wird vor erworbenem Guthaben verbraucht. Guthaben wird nicht in Geld ausgezahlt.
Ein Startguthaben wird, soweit angeboten, einmalig je Organisation gewährt. Höhe und Gültigkeitsdauer ergeben sich aus der Produktseite. Die Gewährung setzt die Hinterlegung eines Zahlungsmittels sowie eine bestätigte E-Mail-Adresse voraus. Eine Abbuchung erfolgt dabei nicht.
Das automatische Nachladen von Guthaben ist standardmäßig deaktiviert. Aktiviert der Auftraggeber es, legt er Schwellenwert und Obergrenze innerhalb der in der Konsole angegebenen Grenzen selbst fest. Die Einwilligung in wiederkehrende Abbuchungen kann jederzeit widerrufen werden.
Ein Anspruch auf Rückerstattung erworbenen Guthabens besteht nicht, soweit gesetzlich nichts anderes gilt. Erstatten wir eine Zahlung oder wird eine Zahlung rückbelastet, wird das daraus gutgeschriebene Guthaben anteilig zum Nettobetrag zurückgebucht. Bereits verbrauchtes Guthaben wird als offener Betrag geführt und mit künftigem Guthaben verrechnet. Neue Ausführungen werden nur gestartet, wenn ein Mindestguthaben verfügbar ist.
Wir können die Listenpreise und die Zusammensetzung der Tarife ändern. Änderungen kündigen wir mit angemessener Frist an und wenden sie erst ab der nächsten Abrechnungsperiode an. Bereits erworbenes Guthaben bleibt davon unberührt. Ist dem Auftraggeber die Fortsetzung zum geänderten Preis nicht zumutbar, kann er den Vertrag zum Wirksamwerden der Änderung kündigen.
§ 20 Laufzeit, Kündigung und Datenexport
Selbstbedienungstarife laufen einen Monat und verlängern sich automatisch um jeweils einen weiteren Monat, sofern sie nicht bis zum Ende der laufenden Abrechnungsperiode gekündigt werden. Die Kündigung erfolgt über die Selbstverwaltung des Zahlungsdienstleisters, die in der Konsole verlinkt ist. Eine anteilige Rückerstattung des Monatsbetrags erfolgt nicht. Für gesondert vereinbarte Tarife gilt die dort vereinbarte Laufzeit. Das Recht zur außerordentlichen Kündigung aus wichtigem Grund bleibt unberührt.
Mit Ende des Vertrags endet der Zugang zur Plattform. Der Auftraggeber kann seine Daten bis dahin über die Programmierschnittstelle exportieren und sollte das rechtzeitig tun. Nach Vertragsende löschen wir Kundendaten auf Anfrage. Gesetzliche Aufbewahrungspflichten bleiben unberührt, insbesondere die siebenjährige Aufbewahrung von Rechnungen nach § 132 BAO. Dasselbe gilt für Daten in verschlüsselten Sicherungskopien, die dem üblichen Sicherungszyklus folgen.
§ 21 Zulässige Nutzung
Der Auftraggeber darf Waves nicht nutzen, um rechtswidrige oder rechtsverletzende Inhalte zu erzeugen, zu speichern oder zu verbreiten, Rechte Dritter zu verletzen, in Systeme Dritter einzudringen oder deren Verfügbarkeit zu beeinträchtigen, unverlangte Massenkommunikation zu versenden, Kryptowährungen zu erzeugen oder die Sicherheits- und Isolationsmechanismen der Plattform zu umgehen, insbesondere die Beschränkung des Netzwerkverkehrs und die Trennung der Ausführungsumgebungen. Besondere Kategorien personenbezogener Daten im Sinne des Art. 9 DSGVO darf der Auftraggeber nur verarbeiten, wenn er dafür eine tragfähige Rechtsgrundlage hat und die erforderlichen Maßnahmen getroffen hat. Eine Weitergabe des Zugangs an Dritte oder ein Wiederverkauf der Leistung bedarf unserer schriftlichen Zustimmung. Bei einem erheblichen Verstoß sowie bei akuten Sicherheits-, Missbrauchs- oder Rechtsrisiken können wir einzelne Ausführungen beenden, Funktionen einschränken oder den Zugang vorübergehend sperren. Wir informieren den Auftraggeber unverzüglich und heben die Maßnahme auf, sobald ihr Grund entfallen ist.
§ 22 KI-Agenten: Autonomie und Verantwortung
KI-Agenten in Waves handeln selbsttätig. Sie führen Programmcode und Befehle in einer isolierten Umgebung aus, erstellen und verändern Dateien, rufen, soweit vom Auftraggeber freigeschaltet, Internetseiten ab und handeln in verbundenen Diensten Dritter. Welche Werkzeuge, Netzwerkziele und Zugangsdaten einem Agenten zur Verfügung stehen und welches KI-Modell er nutzt, bestimmt der Auftraggeber. Er ist für die von ihm hinterlegten Anweisungen, Konfigurationen und Zugangsdaten sowie für die Folgen der Handlungen seiner Agenten verantwortlich.
Ergebnisse von KI-Agenten können unvollständig, unrichtig oder unpassend sein. § 10 gilt zusätzlich. Der Auftraggeber hat Ergebnisse vor einer Verwendung zu prüfen und darf sie nicht ungeprüft Entscheidungen mit rechtlicher oder wirtschaftlicher Wirkung zugrunde legen. Für Vorgänge, die nicht ohne menschliche Kontrolle ablaufen sollen, hat er eine solche Kontrolle vorzusehen.
Werden einem Agenten gleichzeitig Zugangsdaten und ein offener Internetzugang zur Verfügung gestellt, kann er durch Anweisungen, die in abgerufenen Inhalten versteckt sind, dazu veranlasst werden, diese Zugangsdaten offenzulegen oder unerwünschte Handlungen auszuführen. Wir maskieren hinterlegte Werte in Protokollen und Verlaufsdaten, können dieses Risiko aber nicht ausschließen. Der Auftraggeber trägt dafür Sorge, Zugangsdaten und offenen Internetzugang zu trennen, soweit er dieses Risiko nicht tragen will.
§ 23 Verbundene Dienste Dritter und eigene MCP-Server
Der Auftraggeber kann Dienste Dritter mit Waves verbinden. Die Verbindung erfolgt durch seine eigene Autorisierung im jeweiligen Dienst und mit den dabei angezeigten Berechtigungen. Der Agent handelt anschließend mit der Identität und den Berechtigungen der Person, die die Verbindung hergestellt hat. Für die Nutzung des jeweiligen Dienstes gelten dessen eigene Bedingungen. Wir sind daran nicht Vertragspartner und schulden weder Verfügbarkeit noch Funktionsumfang dieser Dienste. Wir verwahren lediglich die Zugangstoken und stellen sie der jeweiligen Ausführung zur Verfügung.
Der Auftraggeber kann darüber hinaus eigene Werkzeugserver (MCP-Server) und Netzwerkziele hinterlegen. Diese Empfänger und die von einem Agenten abgerufenen Internetseiten bestimmt der Auftraggeber. Sie sind keine von uns eingesetzten Unterauftragsverarbeiter. Für ihre Auswahl, ihre Rechtmäßigkeit und die dabei übermittelten Daten ist der Auftraggeber verantwortlich.
§ 24 Verfügbarkeit, Wartung und Änderungen des Dienstes
Wir betreiben Waves mit der Sorgfalt eines ordentlichen Unternehmers und bemühen uns um eine hohe Verfügbarkeit. Eine bestimmte Verfügbarkeit wird nicht zugesagt. Eine Verfügbarkeitsvereinbarung besteht nur, wenn sie ausdrücklich schriftlich getroffen wurde. Die Plattform wird an einem einzigen Standort in der Europäischen Union betrieben. Ein Ausfall dieses Standorts kann zu einer vollständigen Unterbrechung führen.
Wartungs- und Aktualisierungsarbeiten können zu Unterbrechungen führen. Wir bemühen uns, planbare Arbeiten in Zeiten geringer Nutzung zu legen und, soweit zumutbar, vorher zu informieren. Mängel der Leistung beheben wir innerhalb angemessener Frist. Die gesetzlichen Rechte des Auftraggebers bei Dauerschuldverhältnissen bleiben unberührt.
Wir entwickeln Waves laufend weiter. Wir können Funktionen ergänzen, ändern oder einstellen und die Auswahl der verfügbaren KI-Modelle anpassen, insbesondere wenn ein Anbieter ein Modell einstellt oder seine Bedingungen ändert. Änderungen, die die vertragsgemäße Nutzung erheblich einschränken, kündigen wir mit angemessener Frist an. Wird dem Auftraggeber die Fortsetzung dadurch unzumutbar, kann er den Vertrag zum Wirksamwerden der Änderung kündigen.
§ 25 Kundendaten, Auftragsverarbeitung und Unterauftragsverarbeiter
Verarbeitet der Auftraggeber in Waves personenbezogene Daten, ist er dafür Verantwortlicher im Sinne der DSGVO und wir Auftragsverarbeiter. Wir verarbeiten diese Daten nur zur Erbringung der Leistung und nach seinen Weisungen. Auf Anfrage schließen wir einen Auftragsverarbeitungsvertrag nach Art. 28 DSGVO. Ohne einen solchen Vertrag darf der Auftraggeber keine personenbezogenen Daten in Waves verarbeiten, für die er einen benötigt.
Zur Wartung und Verbesserung des Dienstes werten wir Inhalte von Ausführungen zusätzlich in zusammengefasster Form aus: Eine automatisierte Klassifizierung ordnet Ausführungen festen Nutzungskategorien und Qualitätskennzahlen zu. Personenbezogene Angaben werden vor dieser Auswertung soweit möglich entfernt. Die Auswertung erfolgt ausschließlich innerhalb der Europäischen Union. Gespeichert werden nur die Kategorien und Kennzahlen, niemals die Inhalte selbst. Profile einzelner Nutzer werden nicht gebildet. Der Auftraggeber kann diese Auswertung in den Einstellungen jederzeit mit Wirkung für die Zukunft deaktivieren. Die Erbringung des Dienstes hängt nicht davon ab. Jede darüber hinausgehende Nutzung von Inhalten des Auftraggebers, insbesondere zum Training von Modellen, richtet sich ausschließlich nach § 17.
Wir setzen zur Erbringung der Leistung Unterauftragsverarbeiter ein. Die jeweils aktuelle Liste mit Zweck und Verarbeitungsort ist unter Unterauftragsverarbeiter veröffentlicht. Der Auftraggeber stimmt dem Einsatz der dort genannten Unterauftragsverarbeiter zu. Änderungen kündigen wir mindestens 14 Tage vor Wirksamkeit an. Der Auftraggeber kann einer Änderung aus einem wichtigen datenschutzrechtlichen Grund widersprechen und, wenn eine Einigung nicht möglich ist, den Vertrag kündigen.
Welcher Anbieter eines KI-Modells die Inhalte einer Ausführung verarbeitet, bestimmt der Auftraggeber mit der Modellauswahl je KI-Agent. Die Konsole weist zu jedem Modell den Anbieter und die Jurisdiktion aus. Welche Daten die Plattform im Einzelnen verarbeitet, steht in unserer Datenschutzerklärung.
Zuletzt aktualisiert August 2026